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Kurden-Solidaritäts-Demo in Berlin am 15.08.09


Forum
- Demonstrationen & Widerstand gegen Staatsterror, Ausbeutung, Repression etc.



 
von *bjk* am 23 Aug. 2009 13:12

Unter de.indymedia.org/2009/08/258348.shtml ist bereits ausführlich über die "Internationale Solidaritätsdemonstration mit kurdischem Befreiungskampf" vom 15. August in Berlin berichtet worden. Auch wurden schon Links zu Fotoserien unter www.flickr.com/photos/rassloff/sets/72157621920851705/ und unter www.flickr.com/photos/pm_cheung/sets/72157622048457210 eingestellt. Weil mein Forums-Hoster carookee.com vom 10. bis einschließlich heute, den 24. August, Server-Totalausfall hatte, war es mir solange nicht möglich, auch meine Foto-Dokumentation von dieser Demo zeitnah zu veröffentlichen.

Unter der URL www.forumromanum.de/member/forum/entry.user_461938.1242051049.1108060262.kurden_solidaritaets_demo_berlin_am-bjk%E2%80%98s_politik_magazin.html meines neuen Alternativ-Forums sind nun alle 85 großformatigen Fotos eingestellt.


Als ich gegen 15:20 Uhr am Hermannplatz eintraf, war der mehrere hundert Personen starke Demozug gerade gestartet und befand sich bereits auf dem Kottbusser Damm in Richtung Mariannenplatz, wo die Abschlußkundgebung stattfinden sollte. Was mir gleich positiv auffiel, war, daß sich ein großer deutscher Links-Block mit den kurdischen DemonstrantInnen solidarisiert hatte. Das solidarische Links-Spektrum reichte von Antifas über SAV, Anarchisten, Linkspartei und andere SozialistInnen.

Die Demo-Auflagen der Demo-Repressionsbehörde, einige bezeichnen sie nach dem nicht nur in der Szene sattsam bekannten Behördenchef, Joachim Haß, auch als Haß-Behörde, waren wieder einmal schikanös, willkürlich und selbstherrlich. Es durften unter anderem keine Öcalan-Fotos und nicht einmal die bis vor kurzem noch völlig legale grüne Fahne der Gemeinschaft der Kommunen Kurdistan Kurdistans (KCK) durften gezeigt werden. Das Tragen dieser Flagge nahmen später Joachim Haß und seine uniformierten kampfgepanzerten Häscher zum Vorwand, eine absolut friedfertige Demo mit Frauen und Kindern dabei brutal aufzumischen! Eine "tolle" Vorstellung der ohnehin berüchtigten Schläger-Horden der 21. EHu, animiert unter anderem von Joachim Haß höchstselbst. Aus etwa anderthalb Meter Entfernung vernahm ich, wie er in der Kottbusser Straße kurz nach der Zwischenkundgebung auf der Kottbusser Brücke seinen kampfgepanzerten Ober-Schergen auf einen Kurden im blaugestreiften Hemd aufmerksam machte, der ein grünes KCK-Flaggentuch mit sich führte (Bild 44). Gerade zu geil auf Randale machte sich dann eine von ihm mitangeführte - zumindest aber begleitete - Rotte der berüchtigten 21er Schläger-Hundertschaft auf den Weg (Bild 45), diesen Kurden (und wohl noch einen zweiten) abzufangen. Ab Bild 46 ist dieser Rambo-Überfall von mir dokumentiert. Noch bedrückendere Fotos von der brutalen Festnahme sind unter www.flickr.com/photos/pm_cheung/sets/72157622048457210 eingestellt.

Als dann später die durch den Bullenangriff am Arm verletzte Demo-Veranstalterin beim Einsatzleiter empört eine Anzeige aufgeben wollte (Bild 61), der Einsatzleiter abwimmeld reagierte und Joachim Haß Desinteresse heuchelnd dabei stand, platzte mir der Kragen. Zum Einsatzleiter sagte ich auch in Richtung Joachim Haß, er solle mit dem Märchenerzählen aufhören, denn ich hätte genau gehört, wie Herr Haß bewußt diese Randale zumindest mitangezettelt habe. Beide sagten darauf nichts. Aber dieser völlig überzogene Vorfall wegen des Mitführens einer bis vor kurzem noch erlaubten Flagge spricht Bände über die erzreaktionäre, antikommunistische Verfaßtheit der Leitenden Polizeichefs und des Behördenleiters, die zu Recht unter Kalte-Kriegs-Relikte der Ex-Frontstadt West-Berlins eingeordnet werden können. Es zeigt aber auch die entsprechende Verfaßtheit des rotroten Senats, insbesondere des zum rechten SPD-Flügel zählenden Innensenators Dr. Ehrhart Körting, und dem Rechtspolitischen Sprecher des Berliner Abgeordnetenhauses, Dr. Klaus Lederer, sowie Marion Seelig, ebenfalls Rechtspolitische Sprecherin, beide von der Fraktion Die Linke.Berlin.

Nach diesem Häscher-Überfall auf die Demo gab es keine weiteren nennenswerten Übergriffe der uniformierten Rambos. So bemerkenswert wie höchst lächerlich war aber, daß die Bullerei meinte, ein Döner-Restaurant in der Adalbertstraße vor uns "schützen" zu müssen und das sogar mit scharfen Hunden (Bild 71 bis 75).

Wie auch immer, die Abschlußkundgebung konnte wie geplant auf dem Mariannenplatz störungsfrei durchgeführt werden. Positiv an dieser Demo war vor allem - wie eingangs schon hervorgehoben - die kraftvolle Solidarität linker deutscher Gruppen mit der kurdischen Freiheitsbewegung!

Sämtliche Demo-Fotos dürfen gerne bei namentlicher Nennung des Knipsers und Angabe der Quelle für nichtkommerzielle Zwecke heruntergeladen, gespeichert und weiterverbreitet werden.

Bernd Kudanek alias bjk



85 Fotoimpressionen



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auf dem Kottbusser Damm kurz nach dem Hermannplatz

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das grüne Ork-Chef-Trio und der Ober-Chef


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rechts hinten vom Hermannplatz ist die Demo gegen 15 Uhr gestartet

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Joachim Haß, Berlins oberster Demo-Repressionschef (und deshalb schon hierarchiemäßig eine Person von öffentlichem Interesse), im jahrzehntelangen Don-Quichotte-Kampf gegen jede "von ihm erkannte" rote Unterwanderung "seiner Ex-Frontstadt West-Berlin" von Harm und tiefer Bitternis gezeichnet

010 -
Körpersprache und (Original-)Mimik sprechen Bände wen wundert‘s da noch, daß bei solchen Ex-Frontstadt-Relikten Berlins Bürgerkampf-Hundertschaften nur als dumpf-brutale Schlägerhorden berüchtigt sind (die Gesichter mußten leider unkenntlich gemacht werden, um den nur darauf lauernden Ober-Schergen jede Möglichkeit zu nehmen, ihr Recht am eigenen Bild geltend machen und mir eine Strafanzeige anhängen zu können, weil die Aufnahme ja nicht das unmittelbare Demo-Geschehen zeige und sie - anders als Joachim Haß - keine Personen von solch allgemeinem öffentlichen Interesse seien) 


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linke Demos werden von Joachim Haß (ganz links) und seinen uniformierten Schergen grundsätzlich erst einmal kriminalisiert, deshalb nimmt sich die Bullerei das Faustrecht - übrigens mit ausdrücklichem Einverständnis der mitregierenden PDL-Berlin - DemonstrantInnen provozierend abzufilmen

018 -
der Bullen-Einsatzleiter (vorn rechts mit Funkgerät in der rechten Hand) und mindestens drei weitere Ober-Schergen dringen widerrechtlich, grundlos und provokativ in unsere Demo ein

019 -
vom Lauti werden sie energisch aufgefordert, sofort die Demo wieder zu verlassen, trotzdem latschen sie weiter betont gleichgültig zwar nicht mehr mittendrin aber auf engster Tuchfühlung nebenher

020 -
engagierte Genossen der PDL demonstrieren mit PDL-Flaggen ihre im rotroten Senat mitregierenden Spitzen-Kader werden wie schon am 1. Mai diesen Jahres ganz sicher wohl not amused sein

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wie aus der Türsteher-Szene entsprungen

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"Chef meint, bald gibt‘s Grünes Licht für Grünen Zoff."

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"archaischer Kämpfer mit Hi-Tec-Kampfpanzerung", schon jetzt ready to rumble - und aufrüstfähig für zu erwartende künftige Bürgeraufstände

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ein freundliches Lächeln sieht anders aus

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weil die meisten Bullen wegen der Hitze ihre Blousons mit den Rückennummern abgelegt haben, lassen sich bei Exzessen die Übeltäter (durchaus gewollt) nicht mal mehr wenigstens einer Hundertschaft zuordnen

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die Kampfgepanzerten haben ihr Opfer bereits im Visier

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vorne auf der Kottbusser Brücke wird gleich eine Zwischenkundgebung stattfinden

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schöne Symbolik - Friedenstauben über unseren Köpfen

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Joachim Haß (Bildmitte oben, Graukopf halb verdeckt durch den mittleren Beamten) zeigt den drei Schergen den schon lange vorher anvisierten Kurden im blau gestreiften Hemd, der eine angeblich verbotene kurdische Flagge schwenkt, und leitet so den nachfolgend dokumentierten brutalen Zugriff ein 

045 -
Joachim Haß (unterm LIDL-Schild) "führt" die Häschertruppe zur taktisch geeignetsten Stelle, von wo aus sie den ausgeguckten Kurden gleich in einer Rambo-Aktion überfallen werden

046 -
die geeignete (Prügel-)Zugriffsstelle ist gefunden und schon wird eine absolut friedfertige Demo nach der üblich brutalen Vorgehensweise durch die Staatsbüttel willkürlich aufgemischt

047 -
ein "archaischer Kämpfer" (XXL), schlägt hier möglicherweise gerade die Demo-Veranstalterin (1) mit dem gepanzerten Ellenbogen zu Boden der brutal eingekesselte Kurde (2), soll nämlich - so Joachim Haß - eine verbotene Flagge geschwenkt haben

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Bullen und Kurde (1) im Festnahme-Gewühle

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der festzunehmende Kurde (Bildmitte oben, blaues Hemd) wird von seinen Häschern gestellt

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Kampfszene im Monitor des Bullen-Videos

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die Häscher lassen ihr Opfer (1) nicht mehr aus

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verkniffen

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Sitzblockade aus Protest gegen die willkürlichen und brutalen Festnahmen

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Solidarität mit den Festgenommenen

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die Demo-Veranstalterin (1) empört sich beim Einsatzleiter (2) gegen die willkürlichen Festnahmen und will hier Anzeige gegen den Beamten, der sie brutal niedergeschlagen und verletzt hat, erstatten. Der Einsatzleiter (2) will abwimmeln, während Grünes-Licht-Geber, Joachim Haß (3), den Disput verkniffen beobachtet

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Joachim Haß (1) wird gerade von einem empörten kurdischen Ordner (Mitte rechts mit schwarzem Haar) zur Rede gestellt und versucht ärgerlich, sich zu rechtfertigen

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Kampfbullen-Rotte mit Aufklärer

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am Kottbusser Platz

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auch in Feldherrenpose bleiben sie bloß Häscher und Büttel

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the answer

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Gestapo und SS haben‘s einst ja vorgemacht - scharfe Hunde werden wieder eingesetzt kein Wunder, denn  bekanntlich wurde in der BRD außer Geheimdienst, Bundeswehr und Justiz auch der Polizeiapparat von gestandenen Nazis wieder aufgebaut und "professionell" trainiert

072 -
dieses und das benachbarte Döner-Restaurant Hasir werden "geschützt", weil vor allem im benachbarten Hasir die berüchtigte türkische, kurdenfeindliche Faschistenorganisation "Graue Wölfe" ihre Anlaufstelle haben soll


073 -
das Hasir soll eine Anlaufstelle der berüchtigten türkischen, kurdenfeindlichen Faschistenorganisation "Graue Wölfe" sein


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Bullengrill wäre hier momentan passender

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der Mariannenplatz, auf dem die Abschlußkundgebung stattfinden wird, ist in Sicht

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die Abschlußkundgebung wird vorbereitet

085 -
Kurdin im Schatten einer Alt-Berliner Plumpe, - im Hintergrund lauern Joachim Haß (1), Staatsschützer (SS) und Kommandeure der berüchtigsten Berliner Prügel-Hundertschaften auf weitere Vorwände, auch die Abschlußkundgebung kriminalisieren und auflösen zu können (auch hier mußten wie in Bild 10 aus eventuell strafrelevanten Gründen die Gesichter unkenntlich gemacht werden)




Geändert von *bjk* am 26.Aug.2009 12:02

Bei ForumRomanum, im Forum suchen nach Kurden Solidaritäts Demo Berli ...

Antworten
  • Kurden-Solidaritäts-Demo in Berlin am 15.08.09 (*bjk* * | 23 Aug. 2009 13:12)


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